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Der vegane Patient

Der vegane Patient

Neben der Versorgung mit Essen im Krankenhaus hat der vegane Patient viele Problemfelder zu bewältigen.

Vegane Medikamente und Informationsrechte

Wie können Veganer sicherstellen, dass die Medikamente die sie zu sich nehmen keine tierischen Inhaltsstoffe beinhalten?

Hierzu bedarf es einer detaillierten Recherche von Medizinern und Pharmazeuten. PETA und Vegan im Recht ist bemüht eine entsprechende Whitelist fertigen lassen. Bis dahin gibt es eine sich abzeichnenden Informationsquelle, bei der bereits jetzt die Möglichkeit besteht Medikamente daraufhin zu prüfen, ob sie vegan sind. Es handelt sich um die Barcode App mit der Möglichkeit einer Veganwarnung. Sobald flächendeckend Barcode Informationen für Medikamente vorliegen, ist dies eine wunderbare Verbesserung der Verbraucher und Informationsrechte.

Medikamente und Tierversuche

Medikamente sollten jedoch nicht nur vegan, sondern auch Tierversuchsfrei sein. Im Moment gibt es keine Medikamente die nicht auch im Tierversuch getestet wurden. Es gibt jedoch Medikamente, für die keine neuen Tierersuche durchgeführt werden. Es ist daher wichtig, eine Wahlmöglichkeit für tierleidfreie Konsumenten durch eine Informationsplattform, die in Planung ist, zu schaffen. Bei Generika ist dies laut Auskunft von Ärzten gegen Tierversuche der bereits jetzt Fall, da für sie keine Tierversuche mehr erfolgen.

Zukünftig werden Medikamente die ohne Versuch worden auf den Markt kommen. Die Technologie schreitet fort und es gibt bereits die ersten Länder die planen aus Tierversuchen bei der Medikamentenherstellung auszusteigen. Hier ist geplant ebenfalls eine Whitelist fertigen, damit der Verbraucher, der ein tierleidfeier Patient sein möchte eine Wahlmöglichkeit hat.

Als Patient möchte man sicherstellen, dass man nicht gegen seinen Willen Medikamente verabreicht bekommt die tierische Bestandteile beinhalten.

Unrühmliche Fälle aus der Praxis

  • So wurde einer veganen Patientin von ihrem Hautarzt Fleischbrühe als Träger für einen Allergie-Test injiziert.
  • Einem ganzen Patienten wurde zum Abschluss einer Wunde Stücke Schweinedarm implantiert.
  • Häufig werden vegane Patienten im Endstadium einer tödlichen Krankheit über Nahrungsmittelsonden nicht-veganen Produkten versorgt.
  • Schließlich ereichen uns auch Berichte von veganen Patienten in der Altenpflege, die gegen ihren Willen tierische Produkte konsumieren.

Körperverletzung mit Schmerzensgeldanspruch?

In allen Fällen stellt sich die Frage ob hier eine Körperverletzung erfolgt ist und ob der Patient einen Schmerzensgeldanspruch hat. Der erste Fall wurde bereits von einem Gericht entschieden. Da der Arzt über die Spritze den Körper der Patientin verletzte und hierfür keine Einwilligung hatte, da die Patientin lediglich vegetarische Teststoffe haben wollte, musste er ein Schmerzensgeld zahlen.

Der zweite Fall hätte ebenfalls gute Aussichten auf ein Schmerzensgeld gehabt.

Im dritten Fall wird man eine Körperverletzung schwerlich begründen können. Gleichwohl lässt sich der Schmerzensgeldanspruch aufgrund der Verletzung der allgemeinen Persönlichkeitsrechte des Betroffenen konstruieren. Im Übrigen könnte auch ein Verstoß gegen die Allergenrichtlinie bestehen.
Vergleiche hierzu grundlegend: Veganes Strafrecht und Schmerzensgeld (in Arbeit)

Ein weiterer Problemfall der in der Praxis vorgekommen ist, ist das vegane Patienten, die gleichzeitig ALG II beziehen, ihren Regelsatz bezogen auf die tägliche Nahrung gekürzt bekommen haben, da die Krankenkasse für die ihre Ernährung bezahlt. Dies ist wenn sie im Krankenhaus keine vegane Nahrung erhalten, sondern auf ihr Selbstversorgungsrecht verwiesen werden sicher angreifbar. Näheres hierzu unter veganes Sozialrecht.

VIDEO: „Unterstützungspotentiale der Krankenkassen für die vegane Ernährung“

Vortrag von Andreas Schoefbeck, Vorstand der BKK Pro-Vita, auf der PETA Tierrechtskonferenz 2017

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